Claudia Weber     Malerei

Landschaft mit Kreisformen, Arcyl auf Leinwand, 150 x 120 cm, 2011

Da steht er, der digitale Peter, 2017, 80 x 120 cm, Acryl/Eitempera


Gedanken zur Malerei: 
In meiner Malerei (vorwiegend in Acryl und  Eitempera), beschäftige ich mich mit Farbkompositionen und  Farbkontrasten, mit Strukturen, mit der Verbindung von Linearem und Flächigem. Meine Gemälde entstehen in einem Prozess, der ein ständiges Zwiegespräch zwischen Künstler und Bild erfordert. So wie ein Komponist Ton für Ton zu einer Melodie zusammenfügt, füge ich Farben und Formen zu einem harmonischen Ganzen. Ich schaffe daher keine Abstraktionen von der Natur. Wenn mich Landschaften und Gegenstände inspirieren, so in erster Linie wegen ihres formalen Gehalts. Farben, Linien, Spannung zwischen Linien und Flächen, Komposition. Das sind Dinge, die für mich im Prozess des Malens wichtig sind. Die bildnerischen Mittel selbst sind Thema meiner  Gemälde.

„Es gibt Maler, welche die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln.“      (Pablo Picasso)

Mich interessieren die Gestaltungsformen der Höhlenmaler und der Aborigines aber auch Kinderzeichnungen faszinieren mich, weil sie die Natur nicht nachahmen, sondern eine ganz eigene Bildsprache parallel zur Natur erschaffen, weil sie einfach, archaisch und auf das Wesentliche reduziert sind . In meine Bilder füge ich oft lineare Zeichen ein, die an solche Symbole und Zeichen alter Kulturen erinnern oder eben an jene von Kinderhand geschaffenen Figuren. Sie bilden ein Spannungsverhältnis zu den  Flächen und stellen eine abstrakte Tiefe im Bild her und sie erzählen kleine Geschichten. Meine Arbeiten enthalten jedoch keine klare inhaltliche Aussage, es sind Momentaufnahmen, Seinszustände aus  einer Welt, die ständig in Bewegung ist. Der Betrachter kann sie nach seinem  ganz persönlichem Ermessen interpretieren und sich seine eigene kleine Welt  im Bild erschaffen.